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20.02.2021

Schnabl/Königsberger-Ludwig zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit

Landesparteivorsitzender LHStv. Franz Schnabl: „ArbeitnehmerInnen und Arbeitslose brauchen JETZT Unterstützung und Perspektiven!“

Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig: „Es ist beschämend, dass die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen immer noch so weit auseinanderklafft!“



Anlässlich des Welttags der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar betont Landesparteivorsitzender LHStv. Franz Schnabl: „Wenn es um soziale Gerechtigkeit geht, muss man den Blick besonders auf die halbe Million Menschen richten, die in der Corona-Krise keinen Arbeitsplatz finden können und auf die ebenso große Gruppe an MitbürgerInnen, die sich in Kurzarbeit befindet. Den Welttag für soziale Gerechtigkeit wollen wir nutzen, um auf moderne Arbeitszeitmodelle hinzuweisen! Die vorhandene Arbeit muss bei vollem Lohnausgleich gerecht und fair aufgeteilt werden – denn jeder Mensch hat das Recht auf Arbeit! Mit der Fokussierung auf die Bereiche Digitalisierung, Green Economy und Pflegedienstleistungen und mit massiven Investitionen in diese Bereiche wird es uns in Niederösterreich gelingen, 80.000 neue Jobs zu schaffen und somit für Vollbeschäftigung zu sorgen - sofern alle Parteien ernsthaft an diesem Bemühen mitwirken!“

 

„Entschlossenes Handeln ist angesagt! Schluss mit Zögern und Zaudern! Es kann nicht so weitergehen, dass diese Bundesregierung nur mit sich selbst beschäftigt ist, während 500.000 Menschen keine Beschäftigung haben“, betont Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. Und bei den Männern und Frauen die einen Job haben, klafft die Einkommensschere weit auseinander. „In NÖ haben im Vorjahr Frauen in vergleichbaren Tätigkeiten im Schnitt um 19 % weniger verdient, als Männer. Das ist weit weg von jeder sozialen Gerechtigkeit“, betont Königsberger-Ludwig und verweist darauf, dass es gerade die Frauen sind, die Vieles in der Krise stemmen: „Homeschooling und homeoffice stellen viele Frauen seit Monaten vor große Herausforderungen und es sind auch die Frauen, die in systemrelevanten Berufen - sei es in der Pflege oder im Handel - arbeiten. Gerade Berufe die nicht zu den höchstbezahlten gehören. Das muss man sich für nach der Krise unbedingt merken und Verbesserungen herbeiführen!“


Die SPÖ hat konkrete Lösungsvorschläge zur Bekämpfung der Rekordarbeitslosigkeit auf den Tisch gelegt. Dazu gehören neben der Sicherung der Gemeindefinanzen etwa Umschulungen in den Zukunftsberuf Pflege und das größte Investitions- und Beschäftigungspaket in der Geschichte der Zweiten Republik. „Auch die Erhöhung des Arbeitslosengeldes stärkt die Wirtschaft vor Ort, da das Geld direkt in den Konsum fließt und so die Wirtschaft ankurbelt“, erklärt LHStv. Franz Schnabl, der hervorhebt, dass neben den Arbeitslosen die alleinerziehende Frauen und ihre Kinder besonders davor geschützt werden müssen, zu den Verlierern der Krise zu gehören.


„Am Ende des Tages geht es bei sozialer Gerechtigkeit auch darum, wer die Krisen-Kosten bezahlen soll?“, sagt Schnabl.


Wir sagen: Die Profiteure der Krise, die großen Online-Konzerne, die Milliarden zusätzliche Gewinne gemacht haben, müssen einen fairen Beitrag leisten, etwa durch eine Solidarabgabe. Auch eine gerechte Millionärsabgabe ab einem Vermögen von einer Million Euro gehört dazu.

 

„Die ArbeitnehmerInnen dürfen nicht wieder die Zahler der Krise sein. Es ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, dass die Krisengewinner ihren Anteil leisten!“, sind sich LHStv. Franz Schnabl und Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig einig.