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20.02.2021

Schnabl/Schmidt zu Equal Pay Day: „Beschämend, dass Einkommensschere 2021 unverändert auseinanderklafft!“

Landesfrauenvorsitzende und Landesparteivorsitzender der SPÖ NÖ fordern umgehende Maßnahmen zur Angleichung der Löhne von Männern und Frauen


SPÖ-Landesfrauenvorsitzende, LAbg. Elvira Schmidt und SPÖ-Landesparteivorsitzender LHStv. Franz Schnabl zeigen sich bestürzt über die Tatsache, dass bis zum niederösterreichischen Equal Pay Day am 20. Februar Frauen in NÖ gratis gearbeitet haben: „Gratis deshalb, weil die Einkommen zwischen Frauen und Männer immer noch eklatant weit auseinanderklaffen. Der Grund dafür ist, dass Frauen häufig immer noch in Berufen tätig sind, die im Vergleich zu Berufen in der sogenannten Männerdomäne, schlechter bezahlt sind und viel häufiger in prekären Arbeitsverhältnissen stehen“, so Schmidt.


Schnabl erläutert: „Um dieser Ungerechtigkeit endlich entschieden entgegenzutreten braucht es Förderprogramme, um Frauen und Mädchen den Zugang auch zu jenen Berufen zu ermöglichen, die höhere Verdienstmöglichkeiten bieten.“ Hier nennt Schnabl als Beispiel technische Berufe, die in der Mehrzahl immer noch von Männern ausgeübt werden. Schmidt ergänzt: „Frauen arbeiten vielfach in Teilzeit und das hat viel mit der Familienarbeit zu tun! Daher fordern wir auch genügend Kinderbetreuungsplätze, damit Frauen die Möglichkeit haben in Vollzeitjobs tätig zu sein.“


Österreich hat einen der höchsten Einkommensunterschiede in der EU – erwerbstätige Frauen sind damit oft wirtschaftlich abhängig von einem Mann. Als Folge niedrigerer Einkommen sind Frauen nicht nur wirtschaftlich von ihrem Partner abhängig, sie haben auch schwerwiegende Nachteile bei der sozialen Absicherung, insbesondere im Alter – Stichwort: Altersarmut bei Frauen. Schnabl und Schmidt weisen auch auf die Einkommenssituation während der nunmehr einjährigen Coronapandemie hin: „Hier sind es überwiegend Frauen, die ihren Job verlieren, wiewohl auch diese Pandemie die Einkommensschere, bedingt durch die äußerst angespannte Situation in Wirtschaft und Arbeitsmarkt, noch weiter öffnet!“

Schnabl und Schmidt sind sich daher einig, dass gleicher Lohn für gleiche Arbeit künftig keine Forderung mehr sein sollte, sondern eine Selbstverständlichkeit: „Damit der Equal Pay Day in Zukunft nur noch an eine längst vergangene Ungerechtigkeit erinnert!“